Yoga ist ein Direkt-Import aus dem alten Indien? Mitnichten! Logisch, ursprünglich stammt Yoga von dort und fußt auf einer Jahrtausende alten Tradition. Allerdings hat sich die uralte Lebens-Philosophie vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten über den gesamten Globus verbreitet und fern vom Ursprungsort zu den unterschiedlichsten Yogastilen weiter entwickelt.

Yoga ist nicht gleich Yoga. Das ist die erstaunliche Erkenntnis, wenn du dich zum ersten Mal auf die Matte begeben möchtest. Die Vielfalt der unterschiedlichen Stilrichtungen und Yogaschulen wirft insbesondere bei Yoga-Neulingen immer ein und dieselbe Frage auf: Welcher Yogastil ist der Richtige für mich? Die erstmal nicht ganz so angenehme Antwort: Wo Yoga draufsteht, ist (meist) auch Yoga drin – du musst nur selber herausfinden, welcher Yogastil zu dir passt. Ob du einen traditionellen oder eher modernen Stil wählst, ist letztendlich Geschmackssache. Yoga ist ein Erfahrungsweg – willst du ihn erfahren, musst du ihn gehen. Auch quer durch die Stile.

Traditionelle Stile wie Ashtanga, Iyengar oder Sivananda haben die ursprünglichen Wurzeln nahezu unverändert beibehalten. Sie bringen das uralte Wissen um den Einklang von Körper, Geist und Seele in der traditionellen Unterrichtsweise nebst Sanskrit-Bezeichnungen nahe. Doch längst erobern neue Yoga Arten – meist „made in USA“ – unsere Matten. Denn Stile wie Power Yoga, Anusara oder Jivamukti haben das alte Know-how in die heutige Zeit transformiert und an unsere westlichen Körper angepasst. Die Übungspraxis ist meist dynamisch und fordernd – der sportliche Charakter der heutigen Yogastile entspricht unserem fitness- und gesundheitsorientierten Lebensstil.

Wo Yoga draufsteht, ist (meist) auch Yoga drin

Die modernen Stile, wie wir sie heute kennen, verdanken wir vor allem zwei Männern: Tirumalai Krishnamacharya und Pattabhi Jois. Die beiden Inder revolutionierten die Übungspraxis im vergangenen Jahrhundert und reihten die Asanas zu fließenden Bewegungsserien aneinander – die Geburtsstunde von Ashtanga Yoga. Ab den 70er Jahren pilgerten viele Westler zu Pattabhi Jois ins indische Mysore und praktizierten dort Ashtanga. Den „Yoga-Direkt-Import“ gab’s also durch die Menschen, die bei dem Inder Ashtanga gelernt und hinterher in ihrer Heimat weiter verbreitet haben. Einige US-Amerikaner kreierten daraus aber auch ihre eigenen Stile wie Jivamukti, Anusara oder Power Yoga. Andere Stile wie Iyengar oder Bikram wurden von Weggefährten der beiden Ashtanga-Erfinder gegründet und selber in den Westen exportiert. Insgesamt gibt es heute weltweit rund 130 geschützte Yogastile – und es werden immer mehr.

Übrigens: Hatha-Yoga ist kein eigenständiger Stil – als Gegenpol zu den spirituellen Yogastilen entwickelte sich das körperbetonte Hatha zum Sammelbegriff westlicher Yogaformen. Zum Hatha-Yoga gehören somit alle modernen Stile.

In unserem Yogastil-ABC stellen wir dir alle Yoga Arten von Acro Yoga bis Yogatherapie vor.

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